Wörter wie weil, trotzdem oder ausserdem heissen Konnektoren. Sie verbinden zwei Aussagen und zeigen an, wie diese zusammenhängen: ob die eine der Grund für die andere ist, ob sie einander widersprechen oder ob sie einfach nebeneinanderstehen.
Ein Konnektor tut dabei immer zwei Dinge gleichzeitig. Er legt fest, welcher Zusammenhang gemeint ist, und er bestimmt, wie der Satz gebaut werden muss.
Was ein Konnektor anzeigt
Im folgenden Beispiel bleiben die beiden Aussagen gleich, nur der Konnektor wechselt. Alle drei Fassungen sind sinnvoll, aber jede behauptet etwas anderes darüber, wie die beiden Aussagen zusammengehören.
Folge: Das tägliche Training überlastet den Rücken. Die Schmerzen sind die Folge des Trainings.
Einschränkung: Training sollte den Rücken eigentlich stärken. Die Schmerzen bestehen entgegen dieser Erwartung.
Grund: Hier kehrt sich die Richtung um. Nicht das Training verursacht die Schmerzen, sondern die Schmerzen sind der Grund für das Training. Mit «denn» ändert sich zusätzlich die Wortstellung, dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Die beiden Aussagen legen also von sich aus noch nicht fest, wie sie zusammengehören. Das wird erst durch den Konnektor festgelegt.
Wie ein Konnektor den Satz baut
Konnektoren unterscheiden sich auch darin, was sie mit dem Satz machen, der auf sie folgt. Dafür gibt es drei Gruppen.
- Das Verb rückt ans Ende: weil, da, obwohl, wenn, falls, sodass, während. Sie leiten einen Nebensatz ein, und dort steht das konjugierte Verb ganz am Schluss.
- Die Wortstellung bleibt gleich: und, aber, denn, sondern, oder. Nach ihnen folgt ein ganz normaler Hauptsatz, an dem sich nichts ändert.
- Das Verb steht an zweiter Stelle: deshalb, trotzdem, jedoch, ausserdem, folglich, dennoch. Diese Wörter besetzen selbst die erste Stelle im Satz, deshalb rückt das konjugierte Verb direkt dahinter und das Subjekt folgt erst danach.
Im folgenden Beispiel steht dreimal derselbe Inhalt. Nur der Konnektor wechselt, und mit ihm der Satzbau. Das gebeugte Verb des zweiten Teils ist markiert.
«weil» leitet einen Nebensatz ein. Das gebeugte Verb rutscht ans Ende des Satzes.
«denn» verbindet zwei Hauptsätze. Der zweite Teil bleibt gebaut wie ein selbständiger Satz.
«deshalb» besetzt selbst die erste Stelle. Das gebeugte Verb steht direkt dahinter, das Subjekt folgt erst danach. Beachte: Hier steht der Grund voran und die Folge hinten, bei «weil» und «denn» ist es umgekehrt.
Überblick
Die Tabelle verbindet beides: Die Zeilen zeigen die Funktion, die Spalten den Satzbau. Für fast jeden Zusammenhang gibt es Konnektoren aus mehreren Gruppen. Man kann sie deshalb nicht beliebig gegeneinander austauschen, ohne den Satz umzubauen.
| Funktion | Verb ans Ende | Wortstellung bleibt | Verb an zweiter Stelle |
|---|---|---|---|
| Grund | weil, da | denn | nämlich* |
| Folge | sodass | (keine) | deshalb, darum, deswegen, daher, folglich, also |
| Gegensatz | während* | aber, sondern | jedoch, dagegen, hingegen |
| Einschränkung | obwohl, obschon | zwar … aber | trotzdem, dennoch, allerdings |
| Aufzählung | (keine) | und, sowie | ausserdem, zudem, ebenso, weiterhin |
| Bedingung | wenn, falls | (keine) | sonst, andernfalls |
Wichtig: Nämlich steht nie am Satzanfang, sondern erst nach dem Verb: «Wir blieben drinnen. Es regnete nämlich stark.» Und während hat zwei Bedeutungen, eine zeitliche und eine gegensätzliche. Wenn ein Gegensatz gemeint ist, sind dagegen oder hingegen meist klarer.
Übungen
Übung 1: Welcher Zusammenhang ist gemeint?
Wähle in jeder Lücke den Konnektor, der zum Zusammenhang passt. Alle drei Wörter sind grammatisch möglich, nur eines ergibt den richtigen Sinn.
Übung 2: Welcher Satz ist richtig gebaut?
In jedem Paar steht derselbe Inhalt zweimal. Wähle die Fassung, deren Satzbau zum Konnektor passt.
Übung 3: Falsche Konnektoren im Text finden
Drei der markierten Konnektoren passen nicht zum Zusammenhang. Klicke sie an und drücke dann auf «Überprüfen». Der Satzbau ist überall korrekt, es geht nur um die Bedeutung.
Nach dem Überprüfen: grün markiert richtig erkannt, rot zu Unrecht angeklickt, orange übersehen.