ABSÄTZE BILDEN

Ein Absatz fasst einen Gedanken zusammen. Er zeigt beim Lesen an, wo ein Schritt endet und der nächste beginnt, und er gibt dem eigenen Text beim Überarbeiten eine sichtbare Gliederung. Wer Absätze bewusst setzt, macht seinen Text lesbarer und seine Gedanken nachvollziehbarer.

Merksatz: Wechselt das Thema, wechselt der Absatz. Bleibt das Thema gleich, bleibt der Absatz.

Für jeden Gedankenschritt entsteht ein eigener Absatz. Einleitung und Schluss bilden dabei je einen eigenen Absatz. Zwei Fehler zeigen, was passiert, wenn diese Regel verletzt wird:

Zu wenige Absätze. Der Text wird zur Wortwand. Man findet sich beim Lesen schlecht zurecht, und beim Überarbeiten fehlt der Überblick.

Zu viele Absätze. Der Text zerfällt in Einzelsätze. Oft ist das ein Zeichen dafür, dass die Gedanken noch nicht zu Ende formuliert sind.

Schalten Sie zwischen den drei Fassungen um und sehen Sie, wie sich das Setzen der Absätze auswirkt.

Viele Menschen lesen gerne spannende Geschichten, weil sie dabei in andere Welten eintauchen können. Solche Geschichten handeln oft von Abenteuern, Freundschaft oder grossen Herausforderungen. Beim Lesen kann man sich vorstellen, selbst ein Teil dieser Ereignisse zu sein. Andere Menschen finden das Lesen anstrengend, weil sie sich schlecht konzentrieren können. Sie erleben Geschichten lieber mit Bildern und Ton, etwa in einem Film. Für sie ist das Buch eine Hürde, kein Vergnügen.
Keine Absätze: Der Text wird zur Wortwand. Man findet sich beim Lesen schlecht zurecht.

Den Beginn eines neuen Gedankens erkennt man oft an Signalwörtern: «Ausserdem muss man bedenken, dass …», «Ebenso wichtig ist, dass …», «Allerdings …». Solche Formulierungen leiten meist einen neuen Absatz ein. (Siehe auch den Eintrag zur Leserführung.)

Training

Setzen Sie die Absätze selbst. Klicken Sie zwischen zwei Sätzen auf den Punkt: An dieser Stelle wird sofort ein Absatz gesetzt, und der Text gliedert sich neu. Ein zweiter Klick nimmt den Absatz wieder zurück.

Übung 1: Absätze bilden

Gliedern Sie den folgenden Text in Absätze. Er besteht aus einer Einleitung und zwei Absätzen, in denen je ein zusammenhängender Gedanke entwickelt wird.

Die künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, den Schulunterricht grundlegend zu verändern.Sie könnte eine individuellere Lernumgebung schaffen, in der jeder Schüler entsprechend seiner Fähigkeiten und Interessen gefördert wird.Eines der Hauptargumente für die Integration von KI in den Unterricht ist die Möglichkeit der Individualisierung.Mit KI-basierten Lernplattformen können Unterrichtsmaterialien und -methoden auf die Bedürfnisse und das Lerntempo jedes einzelnen Schülers zugeschnitten werden.So können leistungsstarke Schüler mit anspruchsvolleren Aufgaben herausgefordert werden, während Schüler, die mehr Unterstützung benötigen, zusätzliche Erklärungen und Übungen erhalten.Ein weiterer Vorteil der KI im Unterricht ist die Möglichkeit zur kontinuierlichen Leistungsbewertung.KI-Systeme können die Leistungen der Schüler in Echtzeit überwachen und Feedback geben, was sowohl den Lehrern als auch den Schülern hilft.Lehrer können so schnell Bereiche identifizieren, in denen Schüler Schwierigkeiten haben, und ihre Unterrichtsmethoden entsprechend anpassen.Schüler können sofortiges Feedback zu ihren Antworten erhalten und so von ihren Fehlern lernen.
Übung 2: Fortsetzung des Textes

Hier folgt die Fortsetzung des Textes aus Übung 1. Setzen Sie auch hier die Absätze dort, wo das Thema wechselt.

Trotz dieser Vorteile gibt es auch Bedenken hinsichtlich des Einsatzes von KI im Unterricht.Einige befürchten, dass die zunehmende Automatisierung des Unterrichts zu einer Entmenschlichung des Lernprozesses führen könnte.Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch der sozialen Interaktion.Der direkte Kontakt zwischen Lehrern und Schülern sowie zwischen Schülern untereinander ist ein wichtiger Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung.Zudem besteht die Gefahr, dass die Nutzung von KI den digitalen Graben vertieft.Nicht alle Schüler haben zu Hause Zugang zu den notwendigen technischen Geräten und einer stabilen Internetverbindung.Es ist daher wichtig, dass Schulen bei der Einführung von KI im Unterricht dafür sorgen, dass alle Schüler gleichermassen davon profitieren können.Abschliessend lässt sich sagen, dass KI das Potenzial hat, den Schulunterricht zu revolutionieren.Sie bietet viele Vorteile, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Es liegt an den Schulen, einen sinnvollen und fairen Einsatz von KI im Unterricht sicherzustellen.
Prompt: Absätze in eigenen Texten üben

Für die Absatzbildung in eigenen Texten hilft der folgende Prompt. Setzen Sie ihn in die KI Ihrer Wahl ein:

Du bist ein hilfreicher Schreibtutor. (1) Bitte mich, dir einen Text ohne Absätze zu geben. (2) Warte, bis ich dir den Text gegeben habe. (3) Gliedere ihn dann in Absätze. (4) Erkläre danach, warum du die Absätze gerade so gesetzt hast, damit ich für weitere Texte etwas lerne.

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