PRONOMINA KONSISTENT BENUTZEN

Personalpronomen zeigen, wer spricht (ich, wir) und wer angesprochen wird (du, ihr, Sie). Daneben steht das unpersönliche man, das eine allgemeine Aussage kennzeichnet. Wer innerhalb eines Gedankens zwischen diesen Ebenen wechselt, macht unklar, aus wessen Perspektive gesprochen wird oder an wen sich die Aussage richtet. Der Text wirkt dadurch verwirrend und schwer nachvollziehbar.

Merksatz: Legen Sie sich innerhalb eines Gedankens auf eine Perspektive fest. Wer mit man beginnt, führt mit man weiter; wer mit du beginnt, bleibt bei du.

Das folgende Beispiel vermischt zwei Perspektiven. Klicken Sie auf Korrigieren, um den Bruch zu beheben.

Man sollte sich bemühen, wenn du eine gute Note bekommen willst.

Bruch: Der Satz beginnt mit man und wechselt zu du.

Hier stossen zwei Ebenen aufeinander:

  • Mit man formulieren Sie eine allgemeine Aussage („gilt für alle“).
  • Mit du sprechen Sie eine einzelne Person direkt an.

Leserinnen und Leser wissen dann nicht, ob ein allgemeiner Ratschlag gemeint ist oder eine persönliche Ansprache. Entscheiden Sie sich für eine Perspektive und bleiben Sie dabei. Derselbe Gedanke lässt sich in jeder Perspektive konsistent formulieren:

Ich sollte mich bemühen, wenn ich eine gute Note bekommen will.

Manchmal lässt sich ich mit man kombinieren, wenn beide Ebenen klar getrennt bleiben:

Ich denke, man sollte sich bemühen, wenn man eine gute Note bekommen möchte.

Das ich markiert die Meinung der Autorin, das man die allgemeine Aussage. Beide Ebenen bleiben getrennt, deshalb entsteht kein Bruch.

Übungen

Übung 1: Falsch gesetzte Pronomen markieren
Übung 2: Korrekte Pronomen einsetzen

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