SPRACHLICHE BEZUGNAHMEN

Sprache arbeitet ständig mit Bezugnahmen: Pronomen wie „dies“, „jenes“ oder „das“ verweisen auf etwas, das im Text bereits genannt wurde oder gleich genannt wird.

Beispiel:

Ein wichtiges Argument ist, dass Uniformen den sozialen Druck senken. Das überzeugt mich.

„Das“ im zweiten Satz bezieht sich hier auf „ein wichtiges Argument“ im ersten Satz.

Damit solche Verweise verständlich sind, muss die Leserin oder der Leser sofort erkennen, worauf sich das Wort bezieht. Wenn der Bezug nicht eingeführt oder zu allgemein bleibt, entsteht Unklarheit.

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Bezug deutlich zu machen:

1. Den Bezug genauer benennen, indem das, worauf man sich bezieht, noch einmal genannt wird.

Beispiel:

Das stimmt nicht. Die Behauptung, dass Schuluniformen den Leistungsdruck verringern, stimmt nicht.

Wenn nicht klar ist, worauf sich „das“ bezieht, kann die Bezugnahme noch einmal deutlich gemacht werden. „Das“ wird durch „die Behauptung, dass Schuluniformen den Leistungsdruck verringern“, ersetzt.

2. Durch den Kontext klarstellen, worauf sich das Pronomen bezieht.

Beispiel:

Schuluniformen sollen Ausgrenzung verhindern. Das überzeugt mich allerdings nicht.

Hier ist durch den ersten Satz klar, worauf „das“ im zweiten Satz verweist.

Merksatz: Wörter wie „dies“, „das“ oder „dort“ sind „Zeigewörter“. Sie funktionieren nur, wenn klar ist, worauf sie zeigen – entweder durch genaues Benennen oder durch den Kontext.

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